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Generalversammlung - 13. Mai 2017

Die diesjährige GV im Restaurant Ochsen in Geiss stand ganz im Zeichen des neu gewählten Präsidenten Roland Stöckli. Nach einem Jahr im Amt als Vize, übernimmt er nun den Verein definitiv und wurde einstimmig zum Präsidenten gewählt. Herzliche Gratulation! Weiter gab es haufenweise Ehrungen für jahrelange Vereinstreue vorzunehmen. Für sage und schreibe 20 Aktivjahre wurde Tom geehrt. Für 15 Aktivjahre bei den Goslern durften die beiden Startrompeter Märku und Johnny die Ehrenmitgliedschaft in Empfang nehmen. Martina, Michelle und Äde blicken auf 10 aktive Goslerjahre zurück. Für 5 Aktivjahre durften wir Brigitte, Stefan und Chregu gratulieren. Herzlichen Glückwunsch den Jubilaren!

Altfasnachtsausflug - 4. März 2017

Nach der Fasnacht ist vor der Altfasnacht! Wie jedes Jahr trafen wir uns auch letzten Samstag wieder zum Altfasnachtsausflug, zum gemütlichen Beisammensein und für die Taufe unserer Hamburger. Dieses Jahr führte uns die Reise ins Sarneraatal mit Ziel in Lungern. Unser erster Zwischenstopp führte uns auf den Brünig, zur legendären Wettkampfstätte des Brünigschwingets. Unsere Hamburger konnten ihre Schlagfertigkeit unter Beweis stellen, indem sie (im Schnee) den Schlussgang bestritten. Das Fazit: Keiner macht den Lexu… Danach waren wir auf den Spuren von Willhelm Tell; in der Brünig-Indoor Schiessanlage in Lungern wollten wir unsere Zielgenauigkeit mit Pfeilbogen, Armbrust und Blasrohr testen. Bei einigen Gosler/-innen zitterten die Hände wohl noch ein wenig zu stark und so konnte vor allem unser Chauffeur Andi Wicki mit einem Diplom gross auftrumpfen. Aber der hatte ja auch (fast) keinen Alkohol getrunken während der Fasnacht… Damit sich unser Partner in Sachen Personentransport auch einmal einem Bier widmen konnte und die Atmosphäre im hinteren Teil des Cars geniessen durfte, wechselten wir auf dem Heimweg kurzerhand den Chauffeur. Am Abend in Geiss stiess dann auch noch der Rest der Gosler-Familie zu uns und wir liessen bei einem gemeinsamen Nachtessen die Erlebnisse der vergangenen Woche aufleben. Die Hamburger hatten mit ihrem Gedicht so manche vergessen geglaubte Geschichte noch einmal in Erinnerung gerufen und hielten viele Lacher bereit. Nach der definitiven Taufe mit dem ultimativen Hamburger-Drink am Schluss und einem Andenken für die drei Burgers auf ihrem Allerwertesten, steht den Seewooggoslern nun eine ruhigere Zeit bevor. Danke den Organisatoren Märi und Joel für die Durchführung, sowie den Hamburgern für ihre geleistete Arbeit während der Fasnachtstage.

DANKE!

Eine weitere Fasnacht ist Geschichte, und am Ende bleibt uns einmal mehr die Dankbarkeit. Als einzige Guuggenmusik in Menznau ist es ein Privileg, mit der einheimischen Bevölkerung die Fasnacht zu zelebrieren. Überall begegnet man Menschen mit einem Lächeln im Gesicht, nirgends steht man vor verschlossenen Türen. Ohne Unterstützung des Gewerbes, anderen Vereinen, ehemaligen Mitgliedern und der ganzen Bevölkerung wäre es nicht möglich, solch ein Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Ein ganz spezieller Dank gilt den Anwohnern des „Megi“ beim alten Feuerwehrmagazin für das Verständnis, wenn es mal wieder etwas lauter wird für ein paar Tage. Vorfreude ist die schönste Freude – wir sehen uns an der Fasnacht 2018!

Tanneschleipfete und der Zorn des Petrus - 28. Februar 2017

Mit dem Güdisdienstag stand dann die letzte Eroberung von Imperium Romanum Goslarum auf dem Programm. Und mit der Tannenschleipfete Luthern auch der letzte Umzug. Das Wetter war an diesem finalen Fasnachtstag das pure Gegenteil vom Vortag, es hatte wieder geschneit und die Temperaturen waren gesunken. Also suchten wir uns nach dem Umzug ein warmes Plätzchen im Zelt. Dieser Entscheid hat sich spätestens dann ausbezahlt, als es draussen wie auf Kommando zu schneien und winden begann. Einen kurzen Moment fragten wir uns, ob das Zelt dem wohl standhalten würde... Doch die Luthertaler muss man nicht belehren, was den Zeltbau angeht. Es stürmte dermassen heftig, dass wir uns kurzfristig dazu entschlossen, unseren Auftritt von der Aussenbühne ins proppenvolle Zelt zu verlegen. Na ja, die alten Römer waren früher auch dickköpfig und hatten gekriegt, was sie wollten. Wieder in Menznau angelangt, stand auch das letzte Ständli auf dem Programm. An der Uslompete gaben wir noch einmal richtig Vollgas und liessen die Instrumente bei unserem finalen Auftritt letztmals erzittern. Danke denjenigen, die uns an unserem letzten Auftritt noch einmal richtig angefeuert haben! Die Instrumente wieder deponiert, feierten wir noch einmal ausgelassen und liessen die Saison 2017 ausklingen.

Die Eroberung von Luzern - 27. Februar 2017

Am Montag stand dann das Highlight der Fasnachtswoche an. Um es mit den Worten von Hamburger Sile zu formulieren: Luzern scheint im Sonnenglanz und lädt ein zu Trank und Tanz. Das herrliche Wetter an diesem Güdismontag versprach viele Zuhörer für unseren Auftritt auf der Rathaustreppe am Nachmittag. Davor gab es aber zuerst noch eine Stärkung beim Manor, und wir konnten die vielen tollen, originellen Sujets in den Gassen bestaunen. Für jene, welche verstehen wollen, aus welchem Grund genau dieser Rathaustreppenauftritt das Highlight eines jeden Seewooggoslers ist: Das halbe Dorf reist mit uns in die Fasnachtshauptstadt. Wir sind auch darum von Anfang an fokussiert auf diese eine halbe Stunde auf der Treppe, weil wir uns als eine der wenigen Luzerner Hinterländer Guuggenmusiken keine Blösse geben wollen, was das Musikalische anbelangt. Jeder Ton soll sitzen. Die Leute sollen Freude an uns haben. Dank unserem Tampi Päscu ist uns dieser Auftritt dann auch richtig gut gelungen. Päsi heizt uns an jedem Auftritt, egal ob morgens um elf Uhr oder um Mitternacht, richtig ein und spornt uns zu Höchstleistungen an. Nach dem Auftritt hatten wir dann genügend Zeit, mit den Menznauern unter der Egg oder ganz traditionell im Max anzustossen. Mit „genügend Zeit“ sind zirka sieben Stunden gemeint - da waren auf dem Heimweg also schon ein paar ganz lustige Gesichter zu sehen. Ein sonniger, erlebnisreicher, emotionaler Güdismontag war zu Ende gegangen.

Geiss, die „Herren von Wolhusen“ und der Fluch des Fasnachtssonntages - 26. Februar 2017

Ein grosses Stück römische Geschichte erwartete uns dann am Sonntag. Bereits am frühen Morgen versammelten sich die Goslerinnen und Gosler wieder im Megi für die Kriegsbemalung. Einigen diente es aber wohl vor allem dazu, wieder ein bisschen Farbe ins Gesicht zu bekommen, um so die Spuren des Vorabends zu kaschieren. Im letzten Jahrhundert wurden in Geiss römische Münzen gefunden und eine Waldstrasse wird noch heute „Römerweg“ genannt. Diese Hinweise lassen darauf schliessen, dass Geiss schon in der Römerzeit eine hohe Bedeutung hatte. Grund genug also, unseren Verbündeten der Gemeinde einen Besuch abzustatten. Erfreulicherweise und mittlerweile traditionell viele Fasnächtler finden den Weg an unser Geisser Ständli. Im Anschluss durften wir der Second Hand zu ihrem 10-jährigen Jubiläum gratulieren und eine feine Suppe als Stärkung für den kommenden Nachmittag zu uns nehmen. Die Geschichte besagt, dass Geiss im Mittelalter unter den „Herren von Wolhusen“ stand. Sie bewohnten die dortigen Burgen, von denen heute noch Überreste vorhanden sind. Da war doch was... Richtig! Bei den Bahnhofgeistern in Wolhusen in der Vorfasnacht glaubten wir ebenfalls, die Wolhuser Burg zu erobern. Somit führte uns unsere Reise am Sonntagnachmittag in die Fasnachts-“Hochburg“ bei unseren Nachbarn für einen zweiten Versuch dieses Unterfangens. Mit der dankbaren Startnummer sechs waren wir schon bald an der Reihe und begannen den Feldzug vom Märt bis zum Rebstock. Danach hatten diejenigen die wollten Gelegenheit, die vielen originellen Nummern des restlichen Umzuges noch mit zu verfolgen. Andere wiederum widmeten sich ebenso spannenden Tätigkeiten wie Trinkspielen oder Tanzen. Und Trinkspielen. Dir kommt dieser Text bekannt vor? Kann gut sein! Vor zwei Jahren, ebenfalls in Wolhusen um Mitternacht, legten die Seewooggosler den schlechtesten Auftritt der Saison hin. Letztes Jahr, zur gleichen Zeit, war die Dekoration und der Ausländeranteil von Rain interessanter als eine musikalische Berichterstattung. Und dieses Jahr? Miraculix hat sich wohl mit uns angefreundet und uns einen Zaubertrank gemixt, damit wir diesen Fluch endlich besiegen konnten. Ganz traditionell um Mitternacht legten wir einen starken Auftritt hin. Zur Feier des Tages verkündeten dann Karin & Sandro, dass sie noch dieses Jahr heiraten werden. Herzliche Gratulation euch beiden! So viele Feierlichkeiten auf einmal, darauf musste angestossen werden. Vielleicht war es besser, ist unser Car bereits um 01:30 Uhr nach Hause gefahren... Jedenfalls für diejenigen, die dann auch wirklich mit dem Car nach Hause gefahren sind. Wer weiss, wohin dieses „Feiern“ noch geführt hätte...

Rebellion im Imperium, Obelix erobert die Kirche – und we can Get-Now - 25. Februar 2017

Am dritten Tag waren wir vorerst wieder im Imperium Romanum Goslarum unterwegs. Beim Ständli bei der Bäckerei Steiner genossen wir nebst der feinen Stärkung auch die strahlende Sonne und machten uns bereit für die vielen kleinen „Rebellen“, die in der Mehrzweckhalle auf uns warteten – die Kinderfasnacht stand an. In der erfreulicherweise proppenvollen Halle mussten wir uns den Weg auf die Bühne richtig gehend erkämpfen und spielten für unsere kleinsten Fans. Richtig schön, so viele potenzielle Seewooggosler auf einem Haufen – da durften wir natürlich keine Schwächen zeigen und verteilten fleissig unsere von Hand gemalten Plaketten. Später am Nachmittag stand dann der Fasnachtsgottesdienst an. Und da stürmte doch tatsächlich Obelix, der Gallier, die römisch-katholische Kirche und wollte uns Römer „verhauen“. Dies konnten wir uns natürlich nicht gefallen lassen! So vertrieben mit unseren harmonischen (nicht kakophonischen!) Klängen die bösen Absichten von Obelix, und wir konnten am Ende alle über diese nicht ganz alltägliche Erscheinung einer Kirchenmesse schmunzeln. Der Fasnachtsgottesdienst stand aber auch ganz im Zeichen unseres verstorbenen Präsidenten Joel Bühler. Sein Tod ist und bleibt ein Teil von uns und hat auch an der Fasnacht einen Moment der Besinnung verdient. Am Abend dann wollten wir wieder einmal etwas erobern. Es ist schon erstaunlich, wie dieses einfache Wort ganz unterschiedlich aufgefasst werden kann. Es gibt verschiedene Arten von „erobern“: Früher war es im Krieg ein Gebiet oder ein ganzes Land, heute ist es wohl eher eine Bar oder ein Mann. Oder eine Frau natürlich... Schliesslich war es ja am Nachtumzug von Gettnau bereits dunkel und das Licht im Innern der Zelte und der Halle ein bisschen schummrig. So mancher entpuppte sich als „geiler Hengst“, welcher seine eroberten Frauen ohne Sattel reiten lässt, ohne dass sie herunterfallen. Die meisten jedoch haben definitiv irgendwo eine Bar erobert, so dass wir am Ende des Abends sagen konnten: We got now Gettnau! Aus musikalischer Sicht war es ebenfalls ein erfolgreicher Tag. Mit soliden Auftritten am Nachmittag wie auch am Abend hatten wir also allen Grund zum Feiern.